Die SPD-Fraktion und die Jusos Freiburg zeigen sich angesichts des Burkini-Verbotes, das das Keidel- Bad ausgesprochen hat, irritiert und fordern die sofortige Aufhebung. „Dieses spezifische, nur im Keidel–Bad geltende Verbot entbehrt offensichtlich einer vernünftigen Rechtfertigungsgrundlage und ist somit Diskriminierung", meint Daniel Becker, Juso-Kreisvorsitzender.

 

Wir leben in einer freien Gesellschaft. Eine freie Gesellschaft bedeutet in Vielfalt zu leben und die Vielfalt der Kulturen, Religionen und Traditionen zu respektieren. Artikel 4 des Grundgesetzes gewährleistet in Deutschland Religionsfreiheit und schützt insbesondere die Ausübung eines Glaubens, wozu auch das Tragen vorgeschriebener Kleidung zählt. Die SPD sieht in diesem Fall nicht nur einen klaren Verstoß gegen dieses Grundrecht, sondern auch ein Zeichen gegen Mitmenschlichkeit und Toleranz. „Burkinis ermöglichen die Teilhabe einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe. Diese Möglichkeit der Teilhabe muss gewahrt werden und darf nicht durch das Burkini-Verbot eingeschränkt werden", erklärt Stefan Schillinger, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender. Selbst die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen sieht in ihrer Musterordnung Burkinis als Badekleidung vor und ein Thermalbad in Wiesbaden hat, laut Badischer Zeitung, keinerlei Probleme mit der Hygiene. Der Vorwand des Eugen-Keidel-Bads ist somit hinfällig und zeigt, dass es sich tatsächlich um Ausgrenzung und Diskriminierung handelt.

Die SPD steht für eine interkulturelle Gesellschaft in der alle Menschen miteinander und gleichberechtigt leben können. Julia Söhne, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Wir verurteilen, dass integrationswilligen Frauen offen und willkürlich der Zugang zum Schwimmbad durch ein Burkini-Verbot verwehrt wird.“ Gerade vor dem aktuellen Hintergrund, dass viele Geflüchtete Zuflucht vor Terror und Diskriminierung in Deutschland suchen, stellen wir uns klar gegen das Verbot und die damit einhergehende Ausgrenzung. „Das Verbot setzt ein fatales Signal, welches ein Zusammenwachsen von Neu- und AltbürgerInnen nicht nur erschwert, sondern ihm geradezu entgegenwirkt", resümiert Daniel Becker.

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